„Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.“ – Alexis Carrel

Jetzt war ich ganz schön lange in der Versenkung verschwunden bzw. kann man auch sagen mein nächster Blogbeitrag ließ lange auf sich warten… Das liegt aber zum größten Teil daran, weil ich mich auf die Suche gemacht habe, wie ich meine Freizeit, denn es gibt ja schlussendlich auch ein Leben nach der Arbeit, in Zukunft gestalten kann. Gerade in der kälteren Jahreszeit habe ich das seit ich arbeite immer sehr vernachlässigt, bis ich irgendwann unter der Woche nur mehr Arbeit, Bett gehen und Haushalt gemacht habe. Dieses Jahr habe ich aber gelernt, dass es für mich das Um und Auf ist, Dinge zu finden, die mir Spaß machen und die mir auch im Besten Fall dabei helfen zu entspannen. Und ich kann euch berichten, ich bin bereits fündig geworden 🙂 Zum Einen haben mein Mann und ich zum Tennis spielen angefangen. Ich sag euch, das macht so viel Spaß, nicht nur weil ich natürlich als eines der ersten Dingen die entsprechenden Outfits gekauft habe 🙂 :-), damit ich  modisch on vogue meinen Aufschlag serviere 😉  Nein die Sportart selber macht einfach total Spaß und das beste ist, dass mein Mann und ich nun eine gemeinsame Sportart gefunden haben, die wir beide gerne betreiben. Beim Tennis spielen kann ich so richtig abschalten, da ich mich total auf das Spiel konzentriere, darauf, dass ich den Schwung richtig mache, der Treffzeitpunkt passt und, dass ich den Ball auch schön ins Feld spiele. Bei all dem bleibt einfach keine Zeit um an die Arbeit zu denken. Zum Anderen habe ich zum Stricken angefangen. Meine Näh-, Häkel- und Strickkenntnisse sind ja zugegebenermaßen sehr bescheiden. In der Hauptschule habe ich zwar ganz passable Handarbeitsergebnisse erzielt, jedoch waren hieran auch des Öfteren meine Mama und meine Handarbeitslehrerin beteiligt 😉 In der HBLA habe ich dann aufgrund meines Nähnadelverschleisses bei der Nähmaschine in der Hauptschule doch lieber das kreative Gestalten als Unterrichtsfach gewählt, anstelle von Handarbeiten. Im Unterricht habe ich dann schicke Bilderrahmen, Steinskulpturen (wobei dieses Wort vielleicht ein bisschen hoch gegriffen ist, für einen Stein, wo ich ein Eck heraus gesäbelt habe 🙂 ) ,anstelle von Socken, Blusen und Decken, fabriziert. Bisher habe ich immer steif und fest behauptet, dass mir das Stricken etc. nicht so liegt und ich hätte denjenigen ausgelacht, wenn er mir gesagt hätte, dass ich mal freiwillig einen Versuch unternehme eine Socke zu stricke. Da das Stricken aber im Kommen ist und es auch entspannen soll, habe ich mir gedacht, dass ich das einfach einmal ausprobiere. Schließlich ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ein paar Tage nachdem ich mir das in den Kopf gesetzt habe, haben mein Schatz und ich eine Einkaufstour unternommen und ein super Strickanfängerbuch gefunden, wo einem von 0 erklärt wird, wie man Socken strickt. Danach haben wir noch Stricknadeln und eine Wolle besorgt und am gleichen Abend habe ich schon losgelegt. Sehr entspannend finde ich es jedoch derzeit noch nicht, da ich noch etwas mit den 5 Nadeln kämpfe, aber ich bin mir sicher, wenn ich mal alles drauf habe, dann ist das sicher eine entspannende und auch meines Erachtens nach sinnvolle Beschäftigung. Gelesen habe ich sowieso schon immer gerne und  das habe ich auch als Hobby beibehalten. Allerdings kann man ja nicht jeden Tag lesen, denn das wäre dann doch irgendwann mal langweilig und würde auch ganz schön ins Geld gehen 😉 Was ich in den nächsten Wochen noch ausprobieren möchte ist basteln. Ich habe früher schon einmal Weihnachtskarten selber gebastelt und das hat mir großen Spaß gemacht. Aus diesem Grund habe ich mich für nächste Woche bei einem Bastelworkshop angemeldet, worauf ich schon sehr gespannt bin. Wie ihr seht, habe ich mittlerweile eine ganze Menge an Dingen gefunden die mir wirklich Spaß machen und die mir dabei helfen umzuspannen, abzuschalten und die mir einfach gut tun. Nehmt euch doch einmal ein paar Minuten zum Nachdenken, was euch gut tut/ was euch gefällt und womit ihr eure Freizeit wertvoller gestalten könnt… Denn wir haben nur ein Leben und Arbeit ist nicht alles 🙂

xoxo euer Eierdieb

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Die Welt des Tees in Linz

Eigentlich bin ich ja grundsätzlich ein Kaffeeliebhaber. Auf meinen morgendlichen Kaffee oder meinen nachmittäglichen Espresso würde ich nie freiwillig verzichten. Wenn mich im Büro jemand anspricht oder das Telefon läutet, bevor ich dazu gekommen bin, ein paar mal an meinem warmen Kaffee zu nippen, dann erntet mein Gegenüber von mir eher knappe Antworten oder einen genervten Blick. Nichtsdestotrotz bin ich aber auch in letzter Zeit auf den Geschmack des Tees gekommen. An dieser Tatsache ist sicherlich zum größten Teil Sonnentor Schuld, denn es gibt seit einiger Zeit in der Herrenstraße – das ist eine total süße ruhige Parallelstraße zur Landstraße in Linz – einen tollen Laden von Sonnentor. Wenn ich in der Nähe bin, dann liebe ich es in dieses Teegeschäft zu gehen. Schon vor dem Eingang betrachte ich immer interessiert die selbstgeschriebene Tafel, wo der heutige zu verkostende Tee angepriesen wird. Meistens schlendere ich dann durch das Geschäft und schaue mir die einzelnen Teesorten ganz genau durch. Mittlerweile habe ich schon einige Tees ausprobiert. Besonders gerne habe ich die Serie „Wieder gut“, wo ich damit zum Beispiel einen Frosch im Hals bekämpfe oder mein Bauchi mit dem Zwick Zwack Tee wieder in Ordnung bringe. Je nach Lebenslage oder kleinem Wehwehchen gibt es hier schon die fertige Teemischung dazu. Genial 🙂 Vor kurzem habe ich mir auch zum ersten Mal getrocknete Kamillenblüten und Lavendel gekauft, um mir mit meiner neuen Herz-Teezange selber einen genüsslichen Tee zusammenzustellen. Das macht ehrlich gesagt auch Spaß und das Teeherstellen entspannt mich auch gleichzeitig. An der Kasse hat die freundliche Bedienung immer ein Lächeln auf den Lippen und man bekommt zu seinen Errungenschaften auch immer noch eine Kostprobe in Form eines Teebeutels oder eines Gewürzes, mit nach Hause. Darüber freue ich mich auch immer sehr. Zum Abschluss lasse ich mir dann immer noch die vor Ort angepriesene Teekostprobe von der netten Angestellten eingießen und plaudere noch ein bisschen mit ihr oder setze mich an einen der Tische im Laden und genieße den warmen duftenden Tee in der gemütlichen Atmosphäre. Wenn ich dann wieder vor den Laden trete, hinaus in die geschäftige Welt, dann fühle ich mich immer entspannt und voller Energie für die nächste Aufgabe. Das chinesische Sprichwort „Man trinkt Tee, damit man den Lärm der Welt vergisst“ trifft hier für mich auf jeden Fall zu.

xoxo euer Eierdieb

Entspannung für Zwischendurch

Über Entspannungsübungen könnten viele Leute sicherlich einiges schreiben. So gibt es doch eine wahnsinnige Bandbreite, die uns Entspannungssuchenden, zur Verfügung stehen würde. Ob im Sitzen, Liegen, im Bad oder im Büro, es gäbe Unmengen an Möglichkeiten um unseren Körper zu entspannen, ruhiger zu werden und unseren Alltagsstress und unsere Sorgen wie kleine dunkle Wolken vorbeiziehen zu lassen. Doch warum habe ich fast nie eine Methode tatsächlich angewandt? Gut in einem Großraumbüro sind gewisse Entspannungsübungen aber auch eine echte Challenge. Da würde man sich gerade mal die Zeit nehmen – wenn man zu den Glücklichen zählt, einen Fensterplatz zu besitzen und nicht in einen Büroschrank oder eine Trennwand hineinschaut – einen Punkt am Horizont zu suchen, um für ein paar Minuten mit einem Lavendeltee in der Hand, seine Augen und seinen Geist zu entspannen, da reisst einem das Klingen des Telefons, der vorbeigehende Kollege oder die etwas intensivere Diskussion zweier Kollegen ein paar Plätze weiter, aus seinen Gedanken. Also ich kann euch sagen, in so einem Großraumbüro finde ich selten Entspannung. Gut jetzt könnten einige sagen, dass das Büro  ja nicht zum Entspannen da ist, aber seien wir uns einmal ehrlich, wer kann schon 8 Stunden am Tag produktiv durcharbeiten ohne dabei ein paar Päuschen zu machen? Falls ihr also auch zu den „Glücklichen“ gehört, die kein eigenes Büro haben und die meiste Zeit des Tages mit Lärm konfrontiert seid, dann empfehle ich euch wenigstens zu Mittag das Weite zu suchen und euch zum Beispiel mit eurem Mann/ eurer Frau, wenn er/sie in der Nähe von euch arbeitet, einmal in der Woche zum Lunch zu treffen. Ein anderes Mal nehmt euch einfach euren iPod mit, kauft euch beim Bäcker ums Eck ein Weckerl zu Mittag und genießt die warmen Sonnenstrahlen in einem nahe gelegenen Park. Danach haben wir für die nächste Besprechung sicherlich wieder mehr Power :-), denn meiner Meinung nach ist auch eine kurze Regenerationszeit während des Tages notwendig, damit wir irgendwann mal nicht vollkommen erschöpft sind. Ich werde meine Tipps auf jeden Fall in Zukunft beherzigen und wenn ich wieder einmal  einen Schlendrian reinbekommen sollte und lieber mein Essen täglich in der Kantine in möglichst kurzer Zeit runterschlingen möchte, dann habe ich ja diesen Beitrag hier, der mich wieder daran erinnert 🙂

xoxo euer Eierdieb