Affenmanagement

Vor kurzem habe ich von meinem Papa ein tolles Büchlein bekommen. Es heißt „Der Minutenmanager und der Klammer-Affe“. Dieses Buch ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch sehr lehrreich. Grob gesagt, geht es in dem Buch um einen Manager, der das Problem hat, dass er von seinen Mitarbeitern viel zu viele Aufgaben übernimmt und sich somit eine Vielzahl an Affen (= Aufgaben, Entscheidungen) aufhalst. Er betritt sein Büro, und es gleicht einem Affenstall. Überall tummeln sich die Äffchen. Die meisten sitzen auf seinem Schreibtisch, einige hängen am Telefon und Computer und die anderen stürzen sich auf ihn, wenn er zur Türe hereinkommt. Als er mit all der Arbeit nicht mehr zusammenkommt, unglücklich und überlastet ist, trifft er auf den Minutenmanager, der ihm zu seinem Glück das Affenmanagement erklärt. Das Affenmanagement kann man sowohl in der Arbeit als auch zu Hause in der Familie anwenden.

Seit ich dieses Buch gelesen habe, bin ich sehr sensibilisiert darauf, wenn mir jemand einen Affen in der Arbeit umhängen will. Zum Beispiel habe ich letztens mit einer Kollegin telefoniert, die mir von ihrem Problem erzählte und  weil ich einer Meinung mit ihr war, wollte sie mir die Aufgabe „zuschanzen“ das Problem zu lösen. Da schrillten schon meine Alarmglocken und ich stellte mir vor, wie der Affe durch die Telefonleitung gekrochen kommt und sich auf mich hängt. Zum Glück beherrsche ich nun das Affenmanagement und habe ihr geantwortet, dass mich dieses Problem in diesem Moment anscheinend nicht so belastet wie sie, und, wenn sie es so stört, dann soll sie sich bitte selber darum kümmern. Puh zum Glück habe ich den Affen gerade noch abgewehrt. Da bei uns oft die Aufgaben und Zuständigkeiten nicht so klar geregelt sind, kann es leicht sein, dass ich am Ende des Tages auf einmal eine ganze Affenbande zum Betreuen habe. Was ich noch betonen möchte ist, dass die Kunst des Affenmanagement nicht bedeutet, dass man faul ist oder ein Drückeberger, sondern, dass man sich um seine tatsächlichen Aufgaben und Projekte kümmert und sich nicht von allen Seiten mit zusätzlichen Aufgaben, Projekten und Lösungsfindungen zuschütten lässt, nur weil man es könnte und oft zu perfektionistisch ist und man glaubt, man müsse alles selber machen, damit es auch 100%ig passt.

Leider bin ich noch kein Profi im Affenmanagement, da zum Beispiel in der letzten Projektsitzung auch wieder ein Äffchen auf einmal an meinem Arm hing, und ich es erst viel zu spät gemerkt habe, dass ich nun die neue Besitzerin des Affens bin 😉 Manche Menschen sind nämlich sehr geschickt darin ihre Affen zu verteilen, also Achtung 😉

xoxo euer Eierdieb

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„Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.“ – Alexis Carrel

Jetzt war ich ganz schön lange in der Versenkung verschwunden bzw. kann man auch sagen mein nächster Blogbeitrag ließ lange auf sich warten… Das liegt aber zum größten Teil daran, weil ich mich auf die Suche gemacht habe, wie ich meine Freizeit, denn es gibt ja schlussendlich auch ein Leben nach der Arbeit, in Zukunft gestalten kann. Gerade in der kälteren Jahreszeit habe ich das seit ich arbeite immer sehr vernachlässigt, bis ich irgendwann unter der Woche nur mehr Arbeit, Bett gehen und Haushalt gemacht habe. Dieses Jahr habe ich aber gelernt, dass es für mich das Um und Auf ist, Dinge zu finden, die mir Spaß machen und die mir auch im Besten Fall dabei helfen zu entspannen. Und ich kann euch berichten, ich bin bereits fündig geworden 🙂 Zum Einen haben mein Mann und ich zum Tennis spielen angefangen. Ich sag euch, das macht so viel Spaß, nicht nur weil ich natürlich als eines der ersten Dingen die entsprechenden Outfits gekauft habe 🙂 :-), damit ich  modisch on vogue meinen Aufschlag serviere 😉  Nein die Sportart selber macht einfach total Spaß und das beste ist, dass mein Mann und ich nun eine gemeinsame Sportart gefunden haben, die wir beide gerne betreiben. Beim Tennis spielen kann ich so richtig abschalten, da ich mich total auf das Spiel konzentriere, darauf, dass ich den Schwung richtig mache, der Treffzeitpunkt passt und, dass ich den Ball auch schön ins Feld spiele. Bei all dem bleibt einfach keine Zeit um an die Arbeit zu denken. Zum Anderen habe ich zum Stricken angefangen. Meine Näh-, Häkel- und Strickkenntnisse sind ja zugegebenermaßen sehr bescheiden. In der Hauptschule habe ich zwar ganz passable Handarbeitsergebnisse erzielt, jedoch waren hieran auch des Öfteren meine Mama und meine Handarbeitslehrerin beteiligt 😉 In der HBLA habe ich dann aufgrund meines Nähnadelverschleisses bei der Nähmaschine in der Hauptschule doch lieber das kreative Gestalten als Unterrichtsfach gewählt, anstelle von Handarbeiten. Im Unterricht habe ich dann schicke Bilderrahmen, Steinskulpturen (wobei dieses Wort vielleicht ein bisschen hoch gegriffen ist, für einen Stein, wo ich ein Eck heraus gesäbelt habe 🙂 ) ,anstelle von Socken, Blusen und Decken, fabriziert. Bisher habe ich immer steif und fest behauptet, dass mir das Stricken etc. nicht so liegt und ich hätte denjenigen ausgelacht, wenn er mir gesagt hätte, dass ich mal freiwillig einen Versuch unternehme eine Socke zu stricke. Da das Stricken aber im Kommen ist und es auch entspannen soll, habe ich mir gedacht, dass ich das einfach einmal ausprobiere. Schließlich ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ein paar Tage nachdem ich mir das in den Kopf gesetzt habe, haben mein Schatz und ich eine Einkaufstour unternommen und ein super Strickanfängerbuch gefunden, wo einem von 0 erklärt wird, wie man Socken strickt. Danach haben wir noch Stricknadeln und eine Wolle besorgt und am gleichen Abend habe ich schon losgelegt. Sehr entspannend finde ich es jedoch derzeit noch nicht, da ich noch etwas mit den 5 Nadeln kämpfe, aber ich bin mir sicher, wenn ich mal alles drauf habe, dann ist das sicher eine entspannende und auch meines Erachtens nach sinnvolle Beschäftigung. Gelesen habe ich sowieso schon immer gerne und  das habe ich auch als Hobby beibehalten. Allerdings kann man ja nicht jeden Tag lesen, denn das wäre dann doch irgendwann mal langweilig und würde auch ganz schön ins Geld gehen 😉 Was ich in den nächsten Wochen noch ausprobieren möchte ist basteln. Ich habe früher schon einmal Weihnachtskarten selber gebastelt und das hat mir großen Spaß gemacht. Aus diesem Grund habe ich mich für nächste Woche bei einem Bastelworkshop angemeldet, worauf ich schon sehr gespannt bin. Wie ihr seht, habe ich mittlerweile eine ganze Menge an Dingen gefunden die mir wirklich Spaß machen und die mir dabei helfen umzuspannen, abzuschalten und die mir einfach gut tun. Nehmt euch doch einmal ein paar Minuten zum Nachdenken, was euch gut tut/ was euch gefällt und womit ihr eure Freizeit wertvoller gestalten könnt… Denn wir haben nur ein Leben und Arbeit ist nicht alles 🙂

xoxo euer Eierdieb

Von der Maß bis zur Hachel – Volkfeststimmung vom Feinsten

Diese Woche waren mein Schatz und ich auf einem Volksfest bei unserem lieben Nachbarn in Karpfham oder wie die Bayern so schön sagen Kopfham. Schon am Parkplatz wurden wir von den Einweisern mit einem freundlichen „Grias eich“ und „vü Spoaß“ begrüßt. Wenn ich die bayrische Mundart höre, dann kann ich einfach nur gut drauf sein, denn die klingt für meine Ohren so liab und treibt mir immer einen Schmunzler ins Gesicht. Ich weiß nicht, ob ihr schon einmal auf so einem deutschen Volksfest wart, aber das sind ganz andere Dimensionen als beispielsweise der Urfahrmarkt in Linz. Die Festzelte sind dort einfach riiiiesig und total liebevoll geschmückt. So hängen da zum Beispiel Wölkchen vom Zelthimmel, oder in einem anderen Bereich glaubt man in einem Heustadl zu sitzen. Natürlich gibt es dort auch eine Maß Bier oder Apfelsaft. Ehrlich gesagt war ich vor diesem Besuch eine Maßjungfrau. Ich hatte sowas noch nie in der Hand… Und ihr werdet jetzt vielleicht lachen, aber man kann so eine Maß auch falsch halten. Der richtige Griff will gelernt sein, denn Gott behüte dich, wenn du das Glas mit 2 Händen zum Mund führst. Wie peinlich!!! Da das volle Glas aber halbwegs ein Gewicht hat und mich die Kraft bald verlassen hätte, hab ich mir von meinem Volksfesterprobten Ehemann den richtigen Griff zeigen lassen. Mit dem richtigen Handling bin ich mir dann unglaublich cool mit meiner Maß vorgekommen 🙂

Natürlich gibt es auf deutschen Volksfesten auch die Messehallen, wie sie auch in Österreich zu finden sind, wo einem allerhand geboten bzw. angeboten wird. Vor Frauen mit Cremedöschen in den Händen flüchte ich meistens, indem ich meinen Schritt beschleunige und böse drein schaue, denn meiner Mama hat so eine Dame einmal im vorbeigehen einfach eine „Wundercreme“ unter ihre beiden Augen geschmiert, sodass sie dann nachher wie ein Waschbär daher kam, weil ihre Schminke unter den Augen von der Creme verschmiert war. Bei der Vorstellung kann ich mich heute noch zerkugeln 🙂 🙂 Ein Phänomen was in diesen Messehallen vorzufinden ist, sind die ganzen Kochutensilienstände, insbesondere die „Hachelstände“. Man riecht und sieht sie schon von der Weite, weil allerhand gehacheltes Gemüse und Obst aufgetürmt auf diesen Ständen liegt und auch meistens eine Traube von Leuten ehrfürchtig der Vorstellung zusieht, wie die Verkäufer gekonnt alles schnell und total unkompliziert und appetitlich klein hacheln. Dabei überkommt mich dann immer der Drang, dass ich ohne dieses phänomenale Gerät nicht mehr auskomme. Für was ich das alles nützen kann und wie unkompliziert das funktioniert – einfach der Wahnsinn! Würde mein Mann mich nicht aufhalten und an der Hand weiterziehen, hätte ich sicher schon 5 unterschiedliche Hacheln, 2 Mixer, 3 Pfannen und 4 Silikonformen zum Backen mein Eigen genannt :-). Wenn ich sowas sehe, dann glaube ich immer ohne diese Dinger nicht mehr Leben zu können, weil sie ja wirklich total praktisch sind. Nur müsst ihr wissen, dass ich zu Hause eigentlich gar nicht so viel koche und backe und ich eigentlich ziemlich wenig Zeit tatsächlich in der Küche verbringe. Aus diesem Grund kommt auch meine Hachel (ja einmal hab ich dann tatsächlich zuschlagen dürfen) nur sehr selten zum Einsatz. Ich denke, dass ich allerdings nicht die einzige bin, die diesen Kaufdrang in der Messehalle verspürt, und jeder daheim das eine oder das andere Wunderwerkzeug im Ladel liegen hat 🙂 Beim nächsten Urfahrmarkt heißt es dann wieder stark sein, und dem Willhaben Drang widerstehen. Zum Glück bin ich meistens in Begleitung unterwegs und wenn mein Mann meinen entzückten Blick bemerkt, reagiert er schnell und zieht aus der Halle heraus zum nächsten Schokospießestand hmmm 🙂

xoxo euer Eierdieb