Affenmanagement

Vor kurzem habe ich von meinem Papa ein tolles Büchlein bekommen. Es heißt „Der Minutenmanager und der Klammer-Affe“. Dieses Buch ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch sehr lehrreich. Grob gesagt, geht es in dem Buch um einen Manager, der das Problem hat, dass er von seinen Mitarbeitern viel zu viele Aufgaben übernimmt und sich somit eine Vielzahl an Affen (= Aufgaben, Entscheidungen) aufhalst. Er betritt sein Büro, und es gleicht einem Affenstall. Überall tummeln sich die Äffchen. Die meisten sitzen auf seinem Schreibtisch, einige hängen am Telefon und Computer und die anderen stürzen sich auf ihn, wenn er zur Türe hereinkommt. Als er mit all der Arbeit nicht mehr zusammenkommt, unglücklich und überlastet ist, trifft er auf den Minutenmanager, der ihm zu seinem Glück das Affenmanagement erklärt. Das Affenmanagement kann man sowohl in der Arbeit als auch zu Hause in der Familie anwenden.

Seit ich dieses Buch gelesen habe, bin ich sehr sensibilisiert darauf, wenn mir jemand einen Affen in der Arbeit umhängen will. Zum Beispiel habe ich letztens mit einer Kollegin telefoniert, die mir von ihrem Problem erzählte und  weil ich einer Meinung mit ihr war, wollte sie mir die Aufgabe „zuschanzen“ das Problem zu lösen. Da schrillten schon meine Alarmglocken und ich stellte mir vor, wie der Affe durch die Telefonleitung gekrochen kommt und sich auf mich hängt. Zum Glück beherrsche ich nun das Affenmanagement und habe ihr geantwortet, dass mich dieses Problem in diesem Moment anscheinend nicht so belastet wie sie, und, wenn sie es so stört, dann soll sie sich bitte selber darum kümmern. Puh zum Glück habe ich den Affen gerade noch abgewehrt. Da bei uns oft die Aufgaben und Zuständigkeiten nicht so klar geregelt sind, kann es leicht sein, dass ich am Ende des Tages auf einmal eine ganze Affenbande zum Betreuen habe. Was ich noch betonen möchte ist, dass die Kunst des Affenmanagement nicht bedeutet, dass man faul ist oder ein Drückeberger, sondern, dass man sich um seine tatsächlichen Aufgaben und Projekte kümmert und sich nicht von allen Seiten mit zusätzlichen Aufgaben, Projekten und Lösungsfindungen zuschütten lässt, nur weil man es könnte und oft zu perfektionistisch ist und man glaubt, man müsse alles selber machen, damit es auch 100%ig passt.

Leider bin ich noch kein Profi im Affenmanagement, da zum Beispiel in der letzten Projektsitzung auch wieder ein Äffchen auf einmal an meinem Arm hing, und ich es erst viel zu spät gemerkt habe, dass ich nun die neue Besitzerin des Affens bin 😉 Manche Menschen sind nämlich sehr geschickt darin ihre Affen zu verteilen, also Achtung 😉

xoxo euer Eierdieb

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Von der Maß bis zur Hachel – Volkfeststimmung vom Feinsten

Diese Woche waren mein Schatz und ich auf einem Volksfest bei unserem lieben Nachbarn in Karpfham oder wie die Bayern so schön sagen Kopfham. Schon am Parkplatz wurden wir von den Einweisern mit einem freundlichen „Grias eich“ und „vü Spoaß“ begrüßt. Wenn ich die bayrische Mundart höre, dann kann ich einfach nur gut drauf sein, denn die klingt für meine Ohren so liab und treibt mir immer einen Schmunzler ins Gesicht. Ich weiß nicht, ob ihr schon einmal auf so einem deutschen Volksfest wart, aber das sind ganz andere Dimensionen als beispielsweise der Urfahrmarkt in Linz. Die Festzelte sind dort einfach riiiiesig und total liebevoll geschmückt. So hängen da zum Beispiel Wölkchen vom Zelthimmel, oder in einem anderen Bereich glaubt man in einem Heustadl zu sitzen. Natürlich gibt es dort auch eine Maß Bier oder Apfelsaft. Ehrlich gesagt war ich vor diesem Besuch eine Maßjungfrau. Ich hatte sowas noch nie in der Hand… Und ihr werdet jetzt vielleicht lachen, aber man kann so eine Maß auch falsch halten. Der richtige Griff will gelernt sein, denn Gott behüte dich, wenn du das Glas mit 2 Händen zum Mund führst. Wie peinlich!!! Da das volle Glas aber halbwegs ein Gewicht hat und mich die Kraft bald verlassen hätte, hab ich mir von meinem Volksfesterprobten Ehemann den richtigen Griff zeigen lassen. Mit dem richtigen Handling bin ich mir dann unglaublich cool mit meiner Maß vorgekommen 🙂

Natürlich gibt es auf deutschen Volksfesten auch die Messehallen, wie sie auch in Österreich zu finden sind, wo einem allerhand geboten bzw. angeboten wird. Vor Frauen mit Cremedöschen in den Händen flüchte ich meistens, indem ich meinen Schritt beschleunige und böse drein schaue, denn meiner Mama hat so eine Dame einmal im vorbeigehen einfach eine „Wundercreme“ unter ihre beiden Augen geschmiert, sodass sie dann nachher wie ein Waschbär daher kam, weil ihre Schminke unter den Augen von der Creme verschmiert war. Bei der Vorstellung kann ich mich heute noch zerkugeln 🙂 🙂 Ein Phänomen was in diesen Messehallen vorzufinden ist, sind die ganzen Kochutensilienstände, insbesondere die „Hachelstände“. Man riecht und sieht sie schon von der Weite, weil allerhand gehacheltes Gemüse und Obst aufgetürmt auf diesen Ständen liegt und auch meistens eine Traube von Leuten ehrfürchtig der Vorstellung zusieht, wie die Verkäufer gekonnt alles schnell und total unkompliziert und appetitlich klein hacheln. Dabei überkommt mich dann immer der Drang, dass ich ohne dieses phänomenale Gerät nicht mehr auskomme. Für was ich das alles nützen kann und wie unkompliziert das funktioniert – einfach der Wahnsinn! Würde mein Mann mich nicht aufhalten und an der Hand weiterziehen, hätte ich sicher schon 5 unterschiedliche Hacheln, 2 Mixer, 3 Pfannen und 4 Silikonformen zum Backen mein Eigen genannt :-). Wenn ich sowas sehe, dann glaube ich immer ohne diese Dinger nicht mehr Leben zu können, weil sie ja wirklich total praktisch sind. Nur müsst ihr wissen, dass ich zu Hause eigentlich gar nicht so viel koche und backe und ich eigentlich ziemlich wenig Zeit tatsächlich in der Küche verbringe. Aus diesem Grund kommt auch meine Hachel (ja einmal hab ich dann tatsächlich zuschlagen dürfen) nur sehr selten zum Einsatz. Ich denke, dass ich allerdings nicht die einzige bin, die diesen Kaufdrang in der Messehalle verspürt, und jeder daheim das eine oder das andere Wunderwerkzeug im Ladel liegen hat 🙂 Beim nächsten Urfahrmarkt heißt es dann wieder stark sein, und dem Willhaben Drang widerstehen. Zum Glück bin ich meistens in Begleitung unterwegs und wenn mein Mann meinen entzückten Blick bemerkt, reagiert er schnell und zieht aus der Halle heraus zum nächsten Schokospießestand hmmm 🙂

xoxo euer Eierdieb

Es ist wie es ist

Dieser kleine Satz klingt so einfach und doch finde es ziemlich schwierig ihn auch ehrlich so zu meinen. Um hinter diesen Worten stehen zu können, muss man meiner Meinung nach über eine wichtige Zutat verfügen, die mir persönlich leider in vielen Situationen fehlt, nämlich GELASSENHEIT. Gut beim Wetter schaffe ich es, dass ich mir denke, wenn es regnet, dann regnet es halt heute, es ist wie es ist. Was solls, ich kann es ja doch nicht ändern und außerdem bin ich eh immer darauf vorbereitet, weil ich ständig einen Knirps in meiner Handtasche mitführe 😉 Aber denke ich zum Beispiel an so manche Situation in der Arbeit oder an meine gesundheitliche Situation, dann fällt mir das Ganze schon schwerer und ich versuche teilweise verbissen, die Situation zu analysieren und zu ändern. Dabei verkrampft sich manchmal mein Kiefer richtig und meine Schultern wandern immer mehr in Richtung Ohren. Mittlerweile registriere ich das zumindest, dass ich gerade alles andere als entspannt bin, und versuche mich zumindest dann in Gelassenheit zu üben. Was mir aber eben nicht immer so gut gelingt. Der Gedanke daran, dass ich manches nicht steuern oder beeinflussen kann, dass ich es nicht alleine in der Hand habe, macht mich dann wütend. Gläubige Menschen oder Menschen mit mehr „Wurschtigkeitsgefühl“ haben es da finde ich einfacher im Leben. Sicherlich ist das eine Extrem genauso wenig gut wie das andere, aber die Akzeptanz, dass manche Dinge halt einfach so sind, und sie als Gottgegebenen ansehen, erleichtert sicher einiges. Heute habe ich zu diesem Thema auch einen coolen Satz gehört, nämlich „Wolle was komme„. Den Satz finde ich irgendwie ganz gescheit, denn manches im Leben passiert bzw. kommt sowieso. Warum also nicht darauf mit mehr Gelassenheit reagieren?

xoxo euer Eierdieb

Mein Dahoam

„These streets will make you feel brand new
Big lights will inspire you
Let’s hear it for New York, New York, New York“

Die Textzeilen stammen aus einem meiner Lieblingssong und zwar aus „Empire State of Mind“, wo sich alles rund um die einmalige City NEW YORK dreht. Wenn man genauer hinhört bzw. so wie ich den Text nachliest, weil ich den Slang von Jay Z nicht so ganz verstand 🙂 , dann erlebt man einen gedanklichen Spaziergang durch die Straßen von New York inklusive vieler New Yorker Besonderheiten wie den gelben Taxis, den Yankees und dem Broadway. Ich sehe mich heute noch auf dem Rockefeller Center ,mit meinen iPod Stöpseln im Ohr den Song voll aufgedreht stehen, und in das nächtliche Lichtermeer um mich herum schauend und die Einmaligkeit und den Flair dieser Stadt genießen. Ich denke die New Yorker sind selber sehr stolz auf ihre Heimat und würden nirgendwo anders leben wollen. Nicht nur Touristen schlendern dort mit „I love NY“ T-Shirts durch den Central Park, auch New Yorker selber tragen diese T-Shirts voller Stolz. Ich finde generell, dass die Amerikaner viel mehr Patrioten, als wir Österreicher sind. Und ehrlich gesagt finde ich es schade, dass der Patriotismus in dieser Form bei uns nicht so vorzufinden ist. Als ich damals für kurze Zeit in New Orleans studiert habe, hat es dort am Campus auch jede Menge Kleidung und Utensilien gegeben, wo der Name der Uni in großen Lettern drauf stand und die Studenten dies dort mit Stolz getragen haben. Wenn man da in der Mensa gesessen ist, hatten viele Studenten Pullis mit dem Logo der Uni an oder haben ihre Notizen auf Collegeblöcken der Uni niedergeschrieben. Bei uns an der Johannes Kepler Uni hätte man das auch einmal mit T-Shirts probiert, aber irgendwie ist das nicht so richtig angenommen worden. Einem amerikanischen Austauschstudenten muss das sicherlich komisch vorgekommen sein, dass man in Linz zumindest nach außen hin, nicht so zu seiner Uni steht. Umso mehr gefällt mir deshalb der neue Wahlsong einer Partei in meiner Heimat. Der Song heißt „Oberösterreich – Mei Dahoam“ und wird von der Sängerin Sabine von den SEERn, Eric Papilaya und den Florianer Sängernknaben gesungen. Wenn ich die Liebeserklärung an mein Bundesland höre, dann trällere ich sie den ganzen Tag vor mich hin und bin stolz darauf Oberösterreicherin zu sein. Sehe ich mir dann noch dazu das Video auf Youtube an, mit all den schönen Platzerl in unserem Land, dann geht mir dabei das Herz auf 🙂 Ja finde so ein bißchen Stolz sein auf unsere Heimat schadet uns manchmal gar nicht. In diesem Fall könnten wir uns ruhig eine Scheibe von den Amis abschneiden 😉

Für alle die auch ihre Heimat Oberösterreich lieben – hier der Link zum Mitsingen und Gänsehaut bekommen: Oberösterreich – Mei Dahoam

xoxo euer Eierdieb

Eine klare Ansage ist g’scheiter …

Die Idee zum heutigen Blogbeitrag kam mir aufgrund einer Veranstaltung wo ich eingeladen war und die mich sowohl währenddessen als auch am darauffolgenden Tag noch beschäftigt hat. Nicht nur, dass die Einladung etwas vage formuliert war und im Nachhinein betrachtet eigentlich ziemlich viel Interpretationsspielraum zuließ, nein auch während der Veranstaltung wusste kein Gast wirklich über den Ablauf Bescheid, oder darüber ob man sich den bestellten Apfelsaft zum Beispiel selber zahlen muss oder nicht. Den ganzen Tag nicht zu wissen, wie der weitere Verlauf ist, wann man etwas Essbares zwischen die Finger bekommt (ja, ihr seht an meiner Ausdrucksweise, dass ich schon fast am Verhungern war) und sich eigentlich sich selbst überlassen ist, das empfinde ich als sehr unangenehm und meiner Meinung nach auch unhöflich. Ein gut informierter Gast ist meines Erachtens nach auch ein zufriedener Gast, da ich mich dann zum Beispiel nicht um alles selber kümmern muss, verstohlen zig Leute befragen muss, ob sie vielleicht wissen, ob es etwas zu essen gibt, nur weil ich zu höflich bin um die beschäftigten Veranstalter selber danach zu fragen. Die ständige Ungewissheit und das ständige Überlegen, ob ich mir jetzt dann doch einfach selber etwas bestelle und zahle, weil die Veranstaltung seit Mittag läuft und die diversen Gerüchte über ein abendliches Buffet sich doch nicht als wahr herausstellen, trugen nicht zu meiner Entspannung und Heiterkeit bei. Hätte man mir von Anfang an gesagt, dass ich zum Beispiel zu jenen Gästen gehöre, die sich die Getränke und das Essen selber zahlen müssen, dann hätte ich auch damit kein Problem gehabt, weil ich darüber Bescheid gewusst hätte und dann nebenbei bemerkt auch das Geschenk etwas kleiner ausgefallen wäre 😉 Eine klare Ansage, wie die Veranstaltung abläuft und wann es für welchen Gast/ welche Gruppe etwas zu essen gibt trägt meiner Meinung nach zur Entspannung der Gäste bei und bessert auch die Stimmung gewaltig auf, denn immerhin sind es ja auch die Gäste die ein Fest mitgestalten und für Stimmung sorgen. Hier könnte man sich von so manchem Businessmeeting etwas abschauen, denn hier herrscht in den meisten Fällen eine Agenda vor, die entweder auf einem Flipchart für die Teilnehmer ständig sichtbar in einer Ecke positioniert ist oder der Veranstalter des Meetings zu Beginn im Rahmen einleitender Worte darüber informiert was heute so am Plan steht und wann Pausen angedacht sind bzw. ob Mittagessen inkludiert ist oder nicht 😉 Wenn die Rahmenbedingungen klar sind, dann kann ich mich auch viel mehr auf die Inhalte konzentrieren und in dem Fall der ausschlaggebenden Veranstaltung für diesen Beitrag, auch Spaß haben und die Zeit genießen.

xoxo euer Eierdieb

Liebe ich meinen Job so wie die Queen?

Diese Woche ist ja Queen Elisabeth die II höchstpersönlich zu Gast bei unseren lieben Nachbarn. Anscheinend ist ihr letzter Besuch schon 9 Jahre her und daher sind alle total aus dem Häuschen, dass sie Berlin wieder einmal mit einem Besuch beehrt. Auf dem Sender VOX drehen sich zum Beispiel gerade sämtliche Produktionen wie Shopping Queen oder Das perfekte Dinner rund um die Queen. Auch im österreichischen Radio hört man die einen oder anderen Details über den royalen Besuch und irgendwie kommt man einfach nicht umhin sich ein bisschen mit dem britischen Königshaus auseinanderzusetzen. Wobei so ungern tue ich das eigentlich gar nicht. Gibt es zum Beispiel eine royale Hochzeit, den neu geborenen Thronfolger oder die neueste Freundin von Prinz Harry zu bestaunen, dann bin ich da live dabei 🙂 Irgendwie haben Königshäuser und deren Mitglieder für mich einfach etwas tolles an sich. Ich weiß Kritiker sagen, dass so ein Königshaus viel zu viel Geld kostet und eh nicht notwendig wäre, aber so ein Leben als Prinzessin hat sich glaube ich jede Frau einmal im Laufe ihres Lebens gewünscht ;-).

Ich finde es ja unglaublich wie gut diese Frau mit 89 Jahren noch aussieht. Anscheinend dürften ihre Hobbies in der Natur und ihre Hunde sie fit halten und einen guten Ausgleich zu all den royalen Verpflichtungen darstellen. Meiner Meinung nach liebt sie aber auch ihren Job, denn sonst würde sie ihn ja nicht so lange machen und so gesund und fit bleiben. Da stellt sich mir unweigerlich die Frage, ob ich meinen Job auch so liebe, dass ich ihn mit 89 Jahren immer noch machen möchte? Hätte man mich als Kind gefragt, was ich einmal werde möchte, hätte ich sicherlich nicht Projektmanagerin gesagt. Aber wahrscheinlich liegt das eher daran, dass ich die Bezeichnung damals noch nicht kannte 🙂 Mittlerweile sind mir mehr Jobs bekannt als Prinzessin, Friseurin, Lehrerin und Polizistin und ich bin an einem Punkt angelangt, wo ich mir die Frage stelle, ob das was ich gerade beruflich mache auch ein Job ist, welcher mich bis ins hohe Alter so erfüllt und auch gesund hält ….

Zum Abschluss habe ich euch noch meine 3 Lieblingsfakten rund um die Queen zusammengefasst:

1) Im zweiten Weltkrieg arbeitete die zukünftige Königin als Automechanikerin.

2) Zu den ungewöhnlichsten Geschenken, die sie einmal erhalten hat, zählen 2 Faultiere, die mittlerweile im Zoo beheimatet sind.

3) Weil die Queen im April Geburtstag hat und das Londoner Wetter im April nicht so freundlich ist, feiert sie ihren Geburtstag mit dem Volk einfach im Juni, weil da das Wetter für eine Parade besser ist.

In diesem Sinne – God save the queen 🙂

xoxo euer Eierdieb

Freibadstress

Der Sommer ist da! Und weil es jetzt schon einige Tage wirklich heiß ist und das Thermometer über die 30 Grad Marke geklettert ist, beschließe auch ich einmal in ein Freibad zu fahren. Meine helle Hautfarbe – ja mir kommt vor ich leuchte sogar unter all den braungebrannten Freibadbesuchern besonders heraus – lässt schon vermuten, dass ich das Freibad nicht so oft aufsuche. Das hat eigentlich mehrere Gründe. Angefangen damit, dass ich mich nicht gerne Handtuch an Handtuch mit fremden Menschen um den Schatten raufe. Handtuch ist schon das nächste Stichwort. Da das Freibad nicht so weit entfernt ist, entscheide ich mich dafür mit dem Fahrrad hinzufahren. Immerhin hat mein Mann mir meinen Drahtesel liebevoll fahrtauglich hergerichtet, indem er den Sitz richtig eingestellt hat und die Reifen wieder aufgepumpt hat. Da muss ich es doch auch einmal verwenden 😉 Der Nachteil mit dem Rad zum Baden zu fahren ist jedoch, dass ich keine Liege transportieren kann und nur eine Matte inklusive Handtuch in meinen Rucksack bzw. mein schickes Fahrradkörbchen passen. So wirklich komfortabel finde ich es aber ehrlich gesagt nicht stundenlang am Boden zu liegen. Ich denke nicht, dass das mit meinem Alter zu tun hat, denn ich habe das eigentlich noch nie gerne gemocht. Nach einiger Zeit tut mir dann immer mein ganzer Körper weh und ich weiß nicht mehr wie ich daliegen und lesen soll ohne, dass ich mich total verkrampfe und es ungemütlich wird. Ganz besonders liebe ich es auch wenn es um mich herum keucht und fleucht und ich ständig damit beschäftigt bin fiese Ameisenangriffe abzuwehren. Sehen die nicht, dass ich hier liege!! Warum muss sich die Ameise denn bitteschön zwischen meinen Zehen durchquetschen und kriegt dann Panik und pieselt mich an. Der Erholungsfaktor hängt für mich auch sehr stark mit dem richtigen Liegeplatz zusammen. Er darf nicht zu nahe an einem Spielplatz oder Spielwiese gelegen sein, da ich sonst beim Lesen nicht entspannen kann, wenn ich ständig damit rechnen muss, dass ich einen Ball an den Kopf bekomme und somit dauernd mit einem Auge am Lesen bin und mit dem anderen Auge am Ball beobachten bin. Nicht alle Kinder verfügen nämlich schon über so viel Ballgefühl, dass sie immer voraussagen können wohin der Ball fällt 😉 In der Nähe einer Rutsche oder gar eines Strudelkanals kann ich nur bewaffnet mit meinen iPod Ohrstöpseln liegen, denn das Geschrei und Gejohle verkraften meine Nerven nicht stundenlang. Ihr seht also, allein den richtigen Liegeplatz zu finden ist schon eine Herausforderung für mich. Da ich eine Technikliebhaberin bin und über ein schickes Smartphone, iPod und E-Reader verfüge fürchte ich aber immer um meine Lieblinge, wenn ich zum Beispiel eine Abkühlung im kühlen Nass suche. Ich betrachte zwar bei meiner Platzwahl kritisch meine Nachbarn, ob sie eh halbwegs ehrlich und seriös aussehen, aber man weiß ja nie… Meistens handhabe ich es dann so, dass ich mein geliebtes Smartphone zu Hause lasse und einige Stunden von der Welt nichts mitkriege. Was eigentlich auch nicht einmal so schlecht ist, weil man ja eh nicht dauernd ins Handy schauen sollte und man sich so wirklich mal entspannen kann, weil man offline ist. Auf meinen E-Reader und meinen iPod wollte ich allerdings nicht verzichten und so zitterte ich jedes Mal, wenn ich zurück vom Pool kam, dass alle meine sieben Sachen noch an ihrem Platz sind. Nach der Abkühlung muss ich mich natürlich wieder mit Sonnencreme einschmieren, weil meine helle Haut und meine vielen Muttermale geschützt werden müssen. Leider habe ich dafür immer noch die Sonnenmilch mit Lichtschutzfaktor 50 vom letzten Karibikurlaub und so bekomme ich auch sicherlich nie eine zarte schöne Bräune – was irgendwie auch schade ist, weil einfach die Sommerkleider besser aussehen würden, wenn ich auch ein wenig braun gebrannte Beine dazu hätte. Naja, aber die Sonnencreme muss halt auch noch aufgebraucht werden… Da ich meine elektronischen Geräte nicht mit schmierigen Fingern bedienen will, muss ich natürlich vorher noch einmal eine Dusche aufsuchen, um meine Hände von den Resten der Sonnencreme zu befreien. So ein Badetag kann schon ansträngend sein… Ich denke, dass wenn mein Mann und ich einmal ein Haus im Grünen haben, auch die Investition in einen eigenen Pool vielleicht nicht so schlecht angelegt wäre, wo ich dann gemütlich alleine im Pool planschen kann, mich nicht um die Schattenplätze raufen muss, die Fußwege zur Dusche, Toilette und Kühlschrank nicht so weit sind und ich gemütlich stundenlang in einem Liegestuhl lesen kann ohne, dass ich mich nachher nicht mehr bewegen kann 🙂

xoxo euer Eierdieb

10 Tipps für Hochzeitsgäste von einem hochzeitserprobten Eierdieb

Die heurige Hochzeits-Saison hat wieder gestartet. Mittlerweile war ich schon auf sehr vielen Hochzeiten live dabei und würde mich auch – nicht nur aufgrund der unzähligen Folgen 4 Hochzeiten und eine Traumreise mit Froonk – als hochzeitserprobt und vielleicht auch schon selber als kleine Hochzeitsexpertin bezeichnen. Daher habe ich mir gedacht, ich gebe mein Wissen und meine Tipps als Hochzeitsgast einfach einmal an euch weiter 😉

1. Ich war schon auf Hochzeiten, wo ich im Sommer in Burgmauern gefroren habe und sogar in der Kirche schon geschwitzt und nach einer 2 stündigen Messe schon am verdursten war, dass ich einem Kleinkind sogar seine Trinkflasche neidig war. In Österreich gibt es von Mai bis September einfach jedes Wetter. Mein Tipp: Wählt kleidungstechnisch, wenn es kalt ist und wenn es die Hochzeit zulässt, ein langes schönes Dirndl mit Jackerl oder Poncho. Das Outfit ist definitiv wärmer, als ein normales Kleid. Wenn es hochsommerliche Temperaturen gibt, dann wähle ich ein Kleid, das nicht zu eng anliegt oder einen luftigen Jumpsuit. Dem Brautpaar möchte ich den Tipp mit auf dem Weg  geben, dass sie für die Hochzeitsgäste vor der Kirche kleine Wasserflaschen austeilen lassen, damit die Gäste während der Messe nicht verdursten. Die Hochzeitsgesellschaft wird euch es danken 🙂

2. Verzichtet bei Temperaturen um die 30 Grad beim Essen auf die Suppe. Glaubt mir ihr kriegt die Hitzewallungen sonst nicht mehr in den Griff.

3. Fächer nicht vergessen! Die Spanierinnen wissen einfach wie es geht 😉 Aber gut darauf aufpassen, denn die neidigen Blicke der anderen Hochzeitsgäste sprechen Bände 🙂

4. Entscheidet euch für eine Handtasche, die man sowohl in der Hand halten kann, als auch umhängen kann. Bei einem Sektempfang, der meistens im Stehen stattfindet finde ich es einfach entspannter, wenn ich mir die Handtasche umhängen kann und eine Hand zum Leute begrüßen, Händchenhalten oder zum Fächern frei habe.

5. Macht ein Pärchenfoto mit eurem Liebsten möglichst zu Beginn, denn da seht ihr noch blendend aus. Außerdem vergisst man nachher eher darauf und man ärgert sich im Nachhinein, dass man kein schönes gemeinsames Foto hat.

6. Nehmt euch genug Kleingeld mit. Bei Hochzeiten gibt es immer wieder Gelegenheiten, wo man zusätzlich zum Geschenk noch Geld benötigt. Zum Beispiel beim Kauf der Hochzeitszeitung, bei diversen Spielen oder für den Klingelbeutel in der Kirche. Wenn ihr da immer nur Scheine im Portmonee eingesteckt habt, dann kommt euch sonst so eine Hochzeit ganz schön teuer.

7. Wer sein Schweinefilet beim Hochzeitsbuffet nicht blutig oder rare haben möchte, der verzichtet lieber darauf. Ich halte mich dann eher an die Nudel- und Salatvariationen. Die wenigsten Köche bekommen es nämlich hin, dass sie bei einem Buffet, wo sie vor Ort und vor den Augen der Gäste das Fleisch kochen, dieses auch wirklich auf den Punkt hin bekommen.

8. Bereitet euch einen schönen und persönlichen Spruch für das Gästebuch vor.

9. Legt euch eine Kiste an, worin ihr Einladungen, Kirchenhefte, Dankeskarten, Anstecker etc. sammelt. Dies sind nicht nur schöne Erinnerungen, sondern eure noch unverheirateten Freunde werden es euch danken, wenn ihr ihnen mit einigen Beispielen und Ideen weiterhelfen könnt.

10. Herzluftballone mit Wünsche für das Brautpaar steigen zu lassen ist einfach soooo schön. Der Moment, wenn man die Luftballone loslässt und ihnen dann nachschaut wie sie vom Wind davon getragen werden, ist einfach kitschig. Dieses Ereignis wird meistens von Freunden organisiert. Den Organisatoren sei gesagt, dass sie darauf achten sollten, dass die Kärtchen nicht zu schwer sind, denn es gibt nichts peinlicheres, als wenn die Luftballone einfach nicht in die Höhe steigen möchten. Doch gerade fällt mir etwas noch peinlicheres ein. Das habe ich aber nicht selbst erlebt sondern einmal im Fernsehen gesehen. Dabei hat das Brautpaar zwei weiße Täubchen in den Händen gehalten, quasi fertig zur Freilassung, da hat die eine Taube der Braut auf das Kleid geschissen. Das ist meiner Meinung nach noch schlimmer, als wenn die Luftballone nicht fortschweben wollen 🙂 🙂 Aus diesem Grund würde ich Tauben eher nicht empfehlen 😉

xoxo euer Eierdieb

Noch geschwind …

Ich muss noch kurz beim Bipa reinschauen, ich schreibe noch geschwind diese E-Mail, bevor ich in die Besprechung nachkomme oder ich gehe noch schnell auf die Toilette bevor ich dann geschwind den Geschirrspüler ausräume. Vor kurzem ist mir aufgefallen, dass ich solche Wörter wie „noch geschwind“, „kurz“ oder „schnell“ ziemlich oft im Alltag verwende. Das suggeriert mir eigentlich immer Hektik und Stress. Will ich das? Nein, definitiv nicht. Wir leben zwar in einer schnelllebigen Zeit, aber deshalb muss man nicht alles schnell und geschwind erledigen. Die Chinesen sagen ja auch: „Hast du es eilig, setze dich“. Wobei das meiner Ansicht nach nun auch wieder ein bisschen zu viel des guten wäre, wenn ich mich ständig hinsetzen würde 🙂 Bei uns wurde dieses Sprichwort ja übersetzt in: „Hast du es eilig, gehe langsam“. Das passt finde ich schon besser. Obwohl so eilig habe ich es manchmal eigentlich gar nicht und trotzdem sage ich, dass ich dieses oder jenes noch geschwind erledige. Diese verbale Hektik kann ich mir eigentlich auch sparen. Doch ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie schwer es ist diese kleinen Wörter nicht zu verwenden. Ich habe dieses Experiment einmal eine Woche lang ausprobiert und mich immer wieder dabei ertappt, wie ich diese kleinen blöden Wörter benütze. Mein bisheriges Leben hat mich aber gelehrt, dass man an manchen Dingen dran bleiben muss und Durchhaltevermögen an den Tag legen muss, um seine Ziele zu erreichen und deshalb gebe ich auch nicht auf damit, diese Wörter aus meinen Sätzen und Gedanken zu streichen.

xoxo euer Eierdieb

Die Welt des Tees in Linz

Eigentlich bin ich ja grundsätzlich ein Kaffeeliebhaber. Auf meinen morgendlichen Kaffee oder meinen nachmittäglichen Espresso würde ich nie freiwillig verzichten. Wenn mich im Büro jemand anspricht oder das Telefon läutet, bevor ich dazu gekommen bin, ein paar mal an meinem warmen Kaffee zu nippen, dann erntet mein Gegenüber von mir eher knappe Antworten oder einen genervten Blick. Nichtsdestotrotz bin ich aber auch in letzter Zeit auf den Geschmack des Tees gekommen. An dieser Tatsache ist sicherlich zum größten Teil Sonnentor Schuld, denn es gibt seit einiger Zeit in der Herrenstraße – das ist eine total süße ruhige Parallelstraße zur Landstraße in Linz – einen tollen Laden von Sonnentor. Wenn ich in der Nähe bin, dann liebe ich es in dieses Teegeschäft zu gehen. Schon vor dem Eingang betrachte ich immer interessiert die selbstgeschriebene Tafel, wo der heutige zu verkostende Tee angepriesen wird. Meistens schlendere ich dann durch das Geschäft und schaue mir die einzelnen Teesorten ganz genau durch. Mittlerweile habe ich schon einige Tees ausprobiert. Besonders gerne habe ich die Serie „Wieder gut“, wo ich damit zum Beispiel einen Frosch im Hals bekämpfe oder mein Bauchi mit dem Zwick Zwack Tee wieder in Ordnung bringe. Je nach Lebenslage oder kleinem Wehwehchen gibt es hier schon die fertige Teemischung dazu. Genial 🙂 Vor kurzem habe ich mir auch zum ersten Mal getrocknete Kamillenblüten und Lavendel gekauft, um mir mit meiner neuen Herz-Teezange selber einen genüsslichen Tee zusammenzustellen. Das macht ehrlich gesagt auch Spaß und das Teeherstellen entspannt mich auch gleichzeitig. An der Kasse hat die freundliche Bedienung immer ein Lächeln auf den Lippen und man bekommt zu seinen Errungenschaften auch immer noch eine Kostprobe in Form eines Teebeutels oder eines Gewürzes, mit nach Hause. Darüber freue ich mich auch immer sehr. Zum Abschluss lasse ich mir dann immer noch die vor Ort angepriesene Teekostprobe von der netten Angestellten eingießen und plaudere noch ein bisschen mit ihr oder setze mich an einen der Tische im Laden und genieße den warmen duftenden Tee in der gemütlichen Atmosphäre. Wenn ich dann wieder vor den Laden trete, hinaus in die geschäftige Welt, dann fühle ich mich immer entspannt und voller Energie für die nächste Aufgabe. Das chinesische Sprichwort „Man trinkt Tee, damit man den Lärm der Welt vergisst“ trifft hier für mich auf jeden Fall zu.

xoxo euer Eierdieb